BaFin soll die Provisionen für Private Krankenversicherungs Vermittler begrenzen

Laut dem Handelsblatt soll die BaFin die Provisionszahlungen für die Vermittler von privaten Krankenversicherungen begrenzen. Ca. die Hälfte des PKV Neugeschäftes entfalle auf Abwerbungen. Die privaten Krankenversicherer scheinen die Preistreibereien, die durch überhöhte Provisionen entstehen, nicht selbst in den Griff zu bekommen und rufen nun den Staat um Hilfe zur Regulierung.
Die Aufseher sollen die Regeln in der privaten Krankenversicherung (PKV) so ändern, dass teure Geschäfte zulasten der Kunden künftig stark zurückgedrängt werden. Vom PKV-Verband war für die BaFin-Kontakte keine Bestätigung zu erhalten. Ein Sprecher sagte nur, dass die Themen Abwerbung und Provisionsniveau innerhalb der Branche grundsätzlich diskutiert würden, es aber noch keine Entscheidungen gebe.

Derzeit erhalten Versicherungsvermittler oft 12, in der Spitze sogar bis zu 18 Monatsbeiträgen Provision, wenn sie einen neuen Kunden werben. Die Stornohaftung beträgt im Bereich PKV auch nur 2 Jahre. (Im Vergleich zur Lebensversicherung 5 Jahre). Für den Versicherungsvermittler ein gutes und rentables Geschäft.

Dem soll jetzt ein Riegel vorgeschoben werden, denn letztendlich zahlt die Quittung immer der Kunde. So sind z.B. Begrenzungen der Provisionshöhe (max. 8-12 Monatsbeiträge) und eine verlängerte Stornohaftung für den vermittelnden Makler im Gespräch. Dies soll ein schnelleres Ab- und Umwerben durch die Makler verhindern und die Vermittler davon abhalten dem Kunde nicht das für sie beste, sondern das am besten vergütete Produkt zu empfehlen. So gibt es etwa auch Versicherer, die maximal 3,5 Monatsbeiträge zahlen.

Mit immer höheren Provisionsanreizen versuchen manche Krankenversicherer, sich neue Kunden zu kaufen. Sie setzen dabei darauf, dass Vermittler sich nicht in erster Linie an den Interessen des Kunden orientieren, sondern das Produkt vermitteln, das die höchste Provision bringt. Da private Krankenversicherungen sehr kompliziert konstruiert sind und viele Kunden die Details nicht verstehen, verlassen sie sich bei der Endauswahl auf Vermittler. Diese nutzten ihre starke Stellung im Verkaufsprozess dann oft in ihrem Sinne aus, kritisieren unabhängige Makler und Verbraucherschützer.
Es lohnt sich also in jedem Falle die Krankenversicherungen zu vergleichen und auch mit dem Makler über günstigere Konditionen zu sprechen. Auch die Alternative eines Direktversicherers sollte in Erwägung gezogen werden. Es bieten sich zahlreiche Vergleichsplattformen im Internet an.

Infoquelle: Handelsblatt
Bild: Fotograf Benjamin Klack / pixelio.de

Versicherungen im Vergleich - KFZ-, Rechtsschutz- und Lebensversicherungen

Fachanwalt für jedes Rechtsgebiet

Medizinrecht & Betäubungsmittelgesetz